Schreng Schreng & La La


Tourtagebuch Teil 1: Köln (22.04.2016) und Trier (23.04.2016)
Mai 2, 2016, 15:37
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Foto: Christina Kania

Unser zweites Album „Echtholzstandby“ ist nun endlich draußen. Das muss gefeiert werden. Also haben wir uns nicht lumpen lassen, und direkt vier CD-Release-Shows organisiert. Die ersten beiden auf Nummer sicher (Köln und Trier), Show 3 und Show 4 dann auf für uns ungewohntem Terrain (Berlin und Hamburg – siehe Teil 2).

An den Weg nach Köln kann ich mich so richtig gar nicht mehr erinnern, da ich tatsächlich ein bisschen aufgeregt bin. Schließlich haben wir heute sogar zwei Gastmusiker auf der Bühne (zusätzlich zu unserem mittlerweile ja schon zum Inventar gehörenden Glockenspielmädchen). Aber was soll ich sagen, bereits nach den ersten Tönen von „Zahnbürste“ ist jede Nervosität weg. Die ersten Reihen machen es uns nämlich extrem leicht und singen jede Zeile mit. Das Limes, einer unserer Lieblings-Clubs, ist sehr gut gefüllt, die Kaltgetränke fließen in Strömen und selbst unser Gastschlagzeuger Oli macht seinen Job (ungeprobt, wie es sich für Schreng Schreng & La La gehört) super gut. Als Zugabe spielen wir „Behind The Garage“ mit Kilian an der Mundharmonika, was ich persönlich wunderschön finde, und den Titletrack unseres neuen Albums. Köln, das war großes Kino. Dankeschön. Wir sparen uns heute eine Kompletteskalation, schließlich müssen wir am nächsten Tag weiter nach Trier.

Trier erwartet uns kalt und grau, empfängt uns aber gewohnt freundlich. Das Miss Marples gehört nämlich auch zu unseren Lieblingsläden und Barkeeper Tom wartet schon mit dem ersten frisch gezapften Bier auf uns. Kurz noch zum Love A-Proberaum, deren Bus ausladen, mit Schlagzeuger Karl die drei Songs zwei Mal angespielt und ab zurück zum Marples. Schließlich wartet da das leckere Bier und Essen a´la Card sowie…

… das lauteste Publikum, das wir je hatten (von Chemnitz mal abgesehen). Dabei ist das gar nicht böse gemeint von den gefühlt 150 Zuschauern. So dermaßen voll habe ich das Marples im Übrigen noch nie gesehen, was ich extrem schmeichelhaft finde. Trotzdem bin ich phasenweise echt froh, der Typ auf der Bühne zu sein, was mir nämlich ein bisschen Bewegungsspielraum gibt. Und so trifft es der Artikel von Treverer ganz gut, denn auch wir kommen kaum gegen die Bierseeligkeit des Publikums an. Das passiert und tat der guten Laune im Marples irgendwie auch keinen Abbruch. So soll es doch auch sein. Sorry an alle, die uns nicht gehört oder gesehen haben. Wir kommen bestimmt ganz bald wieder.

Trotzdem hatten wir in Trier, wie immer, einen super Abend. Die Anzahl an grandiosen Menschen ist hier einfach kaum zu überbieten. Hier fühl ich mich zu Hause, hier trinke ich gerne noch ein After-Show-Bier. Diesmal ohne Echtholzstandby des Anwalts, der nämlich am nächsten Mittag zur Geburtstagsfeier SEINES Anwalts eingeladen ist.

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