Schreng Schreng & La La


Viel Schatten, wenig Licht…
April 11, 2016, 15:10
Filed under: Tourtagebuch

Schreng_Schreng_Und_La_La_04 … okay, ganz so weit würde ich gar nicht gehen wollen. Trotzdem bin ich doch nicht ganz zufrieden mit unserem Tourstart in der Düsseldorfer Butze. Aber der Reihe nach.

Jörkk steht Freitagabend auf die Minute pünktlich in Oberbilk. Ich weiß gar nicht, wann das das letzte Mal passiert ist. Es muss auf jeden Fall so lange her sein, dass ich nicht damit gerechnet habe. Ich trödel nämlich noch in der Stadt vor mich hin, während Jörkk das Gefühl des Wartens kennen lernt. Gut, ihm ist so etwas ja – im Gegensatz zu mir – völlig egal. Und so wird nach dem ersten Hallo, dem zweiten Bier und der dritten Zigarette nur kurz geprobt – nämlich genau vier Lieder lang. „Das holen wir Samstag nach“, so der Plan.

Aber wie Pläne oftmals sind, spielen wir am nächsten Morgen zwar ein Stündchen, aber so richtig sitzen die neuen Songs dann doch nicht. Jetzt rächt es sich, dass wir uns den Tag mit anderen Terminen vollgepackt haben. Denn bereits um 15 Uhr sind wir bei EinsLive verabredet und sollen Simone vom Heimatkult Rede und Antwort stehen. Ich habe ja wirklich das Gefühl, dass man die gesamte Stunde im Radio laufen lassen könnte. Zumindest habe ich uns informativ, relativ geistreich und un-fass-bar sympathisch in Erinnerung (*hüstel). Mal gucken, was dann tatsächlich von der Redaktion zusammengeschnitten wird.

Danach sollen wir bereits um 18 Uhr in der Butze, einer wirklich sehr schönen Bar mit Hinterzimmer für kleine Konzerte, sein. Heute noch mal mit eigenem Equipment, so dass sowohl die Schlepperei, als auch der Soundcheck etwas länger ausfällt. Passt aber. Nach einem leckeren Essen aus der wirklich guten Küche der Butze gibt es noch ein Interview mit dem OX-Fanzine. Und nun ja, wie soll ich es sagen? Ich glaube, dass ich alles, was Schlaues aus mir raus wollte bereits in Köln gesagt habe. Dementsprechen kommt nur noch totale Grütze aus meinem Mund. Ganz schlimm, sorry Bianca. Auch hier bin ich gespannt, was die Gute da verfassen wird.

Schreng_Schreng_Und_La_La_06aDann geht es los. Und ich bin nervös wie Sau. Neue Songs, viele unbekannte Gesichter und ein kleiner Schnaps, nach dem ersten Song, der mir ehrlich gesagt den Schweiß auf die Stirn treibt. Ich bin doch sonst nicht so. Auf jeden Fall lege ich hier ganz offiziell den Mantel des Schweigens über die ersten 30 Minuten des Konzerts. Wann ruft schon mal der Produzent während des Konzerts auf die Bühne, dass man das Lied viiiiel zu schnell begonnen hat und man doch gefälligst nochmal anfangen solle. Öhm, viel schlechter kriegen selbst wir das nicht hin. 

Was unser Chaos-Duo aber so ein bisschen ausmacht ist ja, dass wir auch aus solchen Situationen immer irgendwie mit einem blauen Auge herauskommen. In der Butze klappt das aus zwei Gründen. Zum einen werden wir nach einer halben Stunde gefühlt immer besser (das hat mir sogar unser extrem kritischer Produzent Svän bestätigt), zum anderen legt auch das Publikum nach einigen Songs den Hebel um, und hilft uns so zurück in die Spur. Danke dafür, das haben wir gebraucht.

Und so ist es am Ende doch noch ein sehr schöner Abend, mit versöhnlichem Ende und einigen wirklich guten Gesprächen nach dem Gig. Unser Video „Ekel und Abscheu“, scheint viele Menschen erreicht und bewegt zu haben. Das ist gut und das ist wichtig.

In den kommenden zwei Wochen, werde ich auf jeden Fall meine Hausaufgaben machen und die neuen Songs solange spielen, bis sie mir aus den Ohren heraus kommen. Darüber hinaus werden wir die Pre-Order-Päckchen verschicken und noch an der ein oder anderen Überraschungen arbeiten. So planen wir gerade ein zweites Lo-Fi-Video und einen Remix für „Oslo“, einem unserer neuen Songs. Hierzu in den kommenden Tagen mehr. Wird aber super, versprochen.

So, und nun genießen wir noch ein paar Stunden Frühling, bevor der Regen wieder kommt.

Schreng Schreng & La La

PS: Foto – Tamara Reuter (Danke!)

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