Schreng Schreng & La La


Kamener Kreuz links vorbei – La Schreng in Hamburg
Dezember 2, 2013, 13:59
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Das Wochenende beginnt bereits am frühen Freitagabend. Ich stehe am Millerntor und antworte auf die Frage, wie denn das heutige St. Pauli-Spiel ausgeht lapidar „0:3“, was meine Bezugsgruppe wohl eher befremdlich findet. Zumindest wird eher beschämt auf den Boden geguckt. Parallel dazu fiept mein Mobiltelefon und Jörkk formuliert fröhlich wie immer, wenn er im Zug sitzt:

ICH DREHE DURCH. Stehe (!!!) seit 2,5 Stunden im Flur eines als ICE verkleideten Viehtransporters, der seinen Anschluss in Hannover verpassen wird. In Mumbay macht Zug fahren mehr Spaß…

Derweil nippe ich an meinem Bier und antworte „2:0 Köln 25. Minute, Jammer nicht, ich kann mich hier kaum bewegen.

Ich kann mich auch nicht bewegen – ich habe Ecstasy genommen und klemme im ICE Flur… Freu Dich Deines Lebens Fußballfuzzi!

Idiot“, der ich bin habe ich drei Tage lang darüber nachgedacht, wie blöd man eigentlich sein muss, Ecstasy vor einer fünfstündigen Zugfahrt zu nehmen. Aber gut, Jörkk hat drei Tage gedacht, wie ich nur so blöd sein kann und ihm diesen Schwachsinn glaube. Vielleicht einfach ein Erfahrungswert?

Der Samstagmorgen ist dann auch ernüchternd. Aufwachen, Kopfschmerztablette, Messestand aufbauen, Pommes, Leberkäse, Alsterwasser… Um 17 Uhr bin ich soweit wieder hergestellt, dass ich mich in unsere heutige Konzertlokalität traue. Den Keller der Fork Unstable Media Agentur in der Schanzen. Saucoole Räumlichkeit mit saucoolen Menschen, die den Abend so unkompliziert (und kurzfristig) organisiert haben, dass ich mich auch heute noch darüber freue. DANKE!!!

Deniz von Herrenmagazin spielt heute den Support, wobei ich mich dafür ein bisschen schäme und das auch nur deshalb mache, weil wir ekelhaften Kirschschnaps dabei haben und nach unserem Konzert eh keiner mehr zuhören würde. Überhaupt muss ich an dieser Stelle kurz ausholen. Als kleiner Musiknerd mit eher ambitionierter Hobbyband ist es schon seltsam Menschen kennenzulernen, deren Musik man seit Jahren liebt. Da kommt dann doch manchmal der Fan durch. Denn liebe Leser „In den dunkelsten Stunden“ von Herrenmagazin ist nun mal einer der besten deutschsprachigen Songs E V E R. Und wenn sich diese Musiker dann auch noch als unkompliziert und super sympathisch entpuppen… Also, ich gehe dann immer mit einem Lächeln und der Gewissheit ins Bett, in dieser Hinsicht alles richtig gemacht zu haben. Sollen sich doch andere Idioten nackt auf eine Abrissbirne setzen und sich Scheiß-Musik auf den Körper produzieren lassen.

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Und so war das Konzert von Deniz  dann auch ziemlich toll und das Publikum sehr familiär unterwegs – neben Musikern aus anderen (tollen) Bands besuchten uns auch Freunden, die ich zum Teil seit fünf Jahren nicht mehr gesehen habe. Schön, dass Ihr alle da gewesen seid.

Unser Konzert mal wieder ohne Setlist, dafür mit fröhlichem Elan, denn auch Jörkk hat seinen Hass vom Vortrag vergessen und ist äußerst gut gelaunt. Es gibt Konfetti, Schnaps, Bier, 40 Minuten echte Gefühle und am Ende ein paar nette Worte vom anwesenden Publikum. Vor der Flora trennen sich unsere Wege einige Biere später. Und während Jörkk noch einige Stunden die Schanze unsicher macht, lasse ich mich von meinem fantastischen Gastgeber bekochen.

Hamburg, es war uns ein Fest… Und wir würden gerne wieder kommen. Ganz bald. Dürfen wir? ❤

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