Schreng Schreng & La La


Taxi, Töchter, Superhelden…
März 19, 2012, 17:01
Filed under: Tourtagebuch

… oder wie ich versucht habe, ein Tourtagebuch zu schreiben.

Liebes Publikum, Lieber Jimi, Liebes 4WändeMarie,

Ihr seid ganz schön toll und habt uns am vergangenen Samstag einen der schönsten Konzertabende beschert, den wir in vier Jahren Schreng Schreng & La La erleben durften – Laut unserem Label-Chef war es gar das beste Konzert mit uns, dem er je beiwohnen durfte (waren ja immerhin gefühlte vier Stück. Anm. vom Anwalt). Okay, der ein oder andere Ton war etwas schief und auch der Gitarrist hat ein oder zwei Mal daneben gegriffen. Aber mal ehrlich: hat das irgendjemanden interessiert? Geschweige denn bemerkt? Eher nicht. Sogar die Setlist war diesmal komplett und dank des tollen Publikums konnten wir sogar  „Glimmen“ live spielen. Das ist ja nicht immer möglich. Großartig!

Ein besonderer Dank geht auch an die liebe Diana, die die Aftershow-Sause in einer uns sehr bekannten Wohnung „bereitstellte“. Oberbilk still rules! Danke, danke und nochmals DANKE.

Wir verbleiben begeistert und mit einem dreifachen „Am Wochenende kommen deine Eltern!

Schreng Schreng & La La

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Deck mich zu, wenn Du fertig bist!
März 11, 2012, 14:21
Filed under: Tourtagebuch

Gegen 13:30 Uhr in Nettersheim sein, um sich von JOSH AND STEVE einsammeln zu lassen und anschließend  nach Rheine zu Don Conny und seiner zauberhaften Familie zu fahren. Klingt machbar.

13:22 Uhr: Ich wache in der Küche eines Rappers in Trier auf, nachdem sein Mitbewohner, ein Punk, mich dort hin verfrachtet hat, um Schlimmeres zu vermeiden. Es fehlen ein Kapuzenzipper, meine Tasche und die meisten Erinnerungen an die Nacht davor. Ich sprinte mit offener Hose zum Hauptbahnhof, während mein Anwalt mir die nächste Zugverbindung via SMS schickt, um mich nicht anschreien zu müssen.

15:29 Uhr: Ich bekomme von Kilian „The Voice“ respektive „The Dick“ Bungert eine Dose Energydrink in die Hand gedrückt, danke, trinke sie in einem Zug aus und schlafe dann augenblicklich auf der Gitarre von Flo „The Face“ Kurten ein.

19:32 Uhr: Rheine. Als hätte es MUFF POTTER nie gegeben, dümpelt diese nach Pipi riechende „Perle“ von einer Kleinstadt auch 2012 noch vollkommen kulturlos vor sich hin. Dazu passt hervorragend, dass Schreng Schreng & La La heute Abend hier sind, um Connys Fußboden mit Konfetti einzusauen. CASA BARÖNCHEN heißt der Laden, den unsere Mallorca-Connection Don Conny hier am Start hat. Herrgott – WIE SCHÖN ist dieses Gasthaus? Wiedersehensfreude, die ersten Biere und eine katastrophale Billiardpartie später, scheint wieder alles im Lot zu sein. Kurz überlegen… Doch. Ja. Alles gut: Mein Anwalt hat mich trotz allem noch immer lieb, die Kaltgetränke sind kostenlos  und die wundervolle Tina, die bereits auf Mallorca trotz Hosenlosigkeit und offensichtlichem Schwachsinn auf mich aufgepasst hat, ist auch am Start, um uns mit ihrem Lächeln zu beschenken.

21.45 Uhr: Während unser Busfahrerin Dani mit mäßigem Erfolg versucht, auf Bandfotografin umzuschulen, legen JOSH AND STEVE ein astreines Set der Spitzenklasse hin und locken die ersten Restaurantbesucher und jungen Frauen hinter dem Ofen hervor. Meine Güte: Jung, begabt, gutaussehend. Mein Neid boxt im Kettenhemd gegen meine Altersmilde. Apropos „jung, begabt und gutaussehend“ – Nichts von alledem gibt es im Anschluss zu erleben… Dafür 110% SCHRENG SCHRENG & LA LA. Billige Tricks wie Gratisschnäpse und Konfetti aus der Hosentasche – dazu ein doppeltes Quantum abgestandener Altpunker Charme und der beste Anwalt, dem man jemals eine Gitarre umgehängt hat. Siehe da: Läuft trotzdem. Irre. Was ist bloß mit den Leuten nicht in Ordnung? Auch egal. Der Rest lässt sich nicht in Worte fassen. Stichworte müssen reichen, malt euch selbst ein schmutziges Bild: Mehr Schnaps, mehr Sekt, kaputte Popos, eine Eckbadewanne (!), Küsse, Schläge, Schreie, NOCH mehr Schnaps, seriöse, alleinstehende Frauen ohne CD Player, ein Hund, kein Pferd, lachen, tanzen, schießen, Irrsinn. DANKE. Ich gehe jetzt mal eine rauchen und versuche, die Erinnerung an diesen Abend in das goldene Geheimkästchen meines Gehirns zu quetschen, wo ich sie raus nehmen und streicheln kann, wann immer ich möchte. Oh what a night.

Um es mit unserem Heilpraktiker zu sagen (mit Heliumstimme): „Haut Rheine!“

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